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Die Instrumenten-Schmiede Finke

PHILOSOPHIE UND ZIELE

Unsere Instrumente werden mit hoher handwerklicher Kunst und viel Liebe zum Detail angefertigt. Durch mehr als 50 Jahre Erfahrung im Instrumentenbau, sowie intensiver Forschung und Weiterentwicklung unserer Modelle erfüllen wir die hohen Erwartungen, die heute an Musikinstrumente gestellt werden. FINKE-Waldhörner sind das Produkt einer einzigartigen philosophischen Annäherung an den Hornbau. Es ist möglich, die Tradition des Stils und des Tones des Instrumentes zu bewahren und dabei gleichzeitig eine umfassende Verbesserung der Ansprache, Intonation und Flexibilität zu erreichen. Dementsprechend wurde die Entwicklung eines jeden Instrumentes auf das Verlangen abgestimmt, einen bestimmten Klang zu erreichen, dem Spieler aber ausreichend Spielraum zur Entfaltung zu lassen. Wir möchten Sie, den Spieler, auffordern unsere verschiedenen Instrumente auszuprobieren. Sie werden überrascht sein, welche neuen spielerischen Möglichkeiten sich durch diese Entwicklungsarbeiten ergeben. Erleben Sie selbst ein FINKE-Horn.

Die drei Schallbecher finden sich seit Beginn im Logo der Firma FINKE. Mit der Zeit wurden sie leicht abgewandelt. Die Idee stammte von Helmut Finke selbst.
 
Der Name Finke (Vogelart) taucht als Berufsname "Vinck" oder "Vink" für den Vogel-Fänger erstmals um 1223 auf. Auch als Übername für einen unbeschwerten, sangesfrohen Menschen.
 
Seit Jahrhunderten ist die Lippische Rose Wappensymbol für das Fürstentum und den Freistaat Lippe. Der heutige Kreis Lippe beginnt unweit unserer Firma, gekennzeichnet mit Grenzsteinen mit dem Rosen-Symbol.
 
DIE LEUTE VON FINKE
Johannes Finke ist meistens in der Werkstatt beim Instrumentenbau anzutreffen, aber als Geschäftsführer auch im Büro und als Repräsentant auf Messen.
FINKE verdankt den durchgehend hohen Qualitätsstandard seinen fähigen und motivierten Mitarbeitern.



Helmut Finke, Gründer der Firma, wurde am 7. April 1923 in Herford geboren. Seinen ersten Trompeten-Unterricht bekam er zwölfjährig bei einem Militärmusiker. Im Jahre 1960 beginnt seine Ingenieur-Ausbildung im Maschinenbau. Gleichzeitig intensiviert er seine Trompeten-Studium bei einem Orchestermusiker in Bielefeld. Unterbrochen wurden diese Ausbildungen durch den zweiten Weltkrieg.

GESCHICHTE

1942 diente Helmut Finke als Soldat in der Wehrmacht. 1943 wird er bei einem Fronteinsatz in Russland schwer verwundet und vom weiteren Militärdienst freigestellt. Bis 1945 führt er sein Ingenieurstudium fort. Nach Kriegsende schien der Beruf des Maschinenbauers keine Zukunft zu haben. Helmut Finke entscheidet sich für die Musik: In Herford wird schon bald nach 1945 das Städtische Orchester wiederaufgebaut. Finke tritt als 2. Trompeter ein, sein Partner am ersten Pult ist Walter Holy.

Im Jahre 1950 erwarb Helmut Finke günstig eine Mechaniker-Drehbank und begann Mundstücke zu drehen. Dazu kamen bald kleinere Reparaturaufträge an Blechblasinstrumenten. Schon ein Jahr später baute er seine erste Trompete aus alten Teilen. Und nun entschloss er sich endgültig zum Aufbau einer Werkstatt und damit zur Herstellung von hochwertigen Metallblasinstrumenten.

1954 müssen zwei Gesellen eingestellt werden. FINKE hat bereits einen Namen für den Nachbau historischer Instrumente, das sind zunächst die Renaissance-Tenorposaunen, dann auch engmensurierte B-Trompeten. Zwischen 1955 und 1956 werden die Hoch-D und Hoch-F Trompeten entwickelt und der Satz historischer Posaunen bis hin zur Bassposaune komplettiert. In dieser Zeit wurden auch die ersten Waldhörner und andere große Blechblasinstrumente hergestellt. Im Jahre 1959 konstruierten Helmut Finke und 0tto Steinkopf gemeinsam die runde Clarintrompete. Zum Fertigungsprogramm gehörte ab sofort auch die Hoch-B-Trompete.

Während dieser gesamten Zeit war Finke noch als Berufsmusiker aktiv. Er hatte sich inzwischen auf das Blasen hoher Trompetenpartien spezialisiert. Mit seinem Freund Walter Holy und später Ingus Schmidt bildete er das erste Trompeterterzett der „Capella Coloniensis". Inzwischen waren in der Werkstatt bereits zehn Mitarbeiter tätig. Durch den Zukauf neuer Maschinen und Werkstatteinrichtungen waren 1958 und 1961 bereits Erweiterungsbauten erforderlich geworden. Die steigende Nachfrage nach FINKE-Instrumenten und die ständige Verbesserung der Fertigungstechniken erforderten 1964 den Neubau einer geräumigen Werkstatt. Sie wurde schließlich in Vlotho-Exter errichtet.

Das Waldhorn als technisch anspruchsvollstes Blechblasinstrument hatte Helmut Finke immer schon fasziniert. Nun war sein Entschluss gereift, sich auf die Herstellung dieser Gattung zu spezialisieren. Es gab zu dieser Zeit auch nur einen Blechblasinstrumenten-Betrieb, der von sich behaupten konnte, Hörner in 0rchesterqualität herzustellen.

Finke plante eine komplette Baureihe von Waldhörnern. So kam es zu einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, die ein Institut für musikalische Grundlagenforschung unterhielt. Ab 1970 trug diese Zusammenarbeit erste Früchte: 1973 und 1974 waren die ersten Diskantdoppel- und Triplehörner entwickelt und gefertigt. Es folgte eine ganze Reihe von Patentanmeldungen für den Hörnerbau. Durch diese Patente konnten freilich auch die anderen Blechblasinstrumente verbessert werden.

Waldhörner wurden nun neben Trompeten und Posaunen zum Hauptprodukt der FINKE'schen Blechblas-Instrumentenschmiede, und sie wurden technisch seither immer weiter verbessert. Dabei war es Helmut Finke sehr wichtig, alle Bauteile für seine Instrumente im eigenen Hause herzustellen, um die Qualität bis ins Detail unter Kontrolle zu haben. Heute ist FINKE – zumindest in Deutschland – der einzige Waldhorn-Hersteller, der (bis auf die Produktion der verwendeten Kunststoffe) auch Schallbecher, Ventilmaschinen und alle anderen wichtigen Bauteile in eigener Regie fertigt.